DIE LEGENDE WIRD 50! HAPPY BIRTHDAY, BORIS BECKER

Am 7. Juli 1985 wurde ein erst 17-jähriger Deutscher ein Teil der Sportgeschichte. Und auch heute darf er sich wieder feiern lassen.

Becker mit kometemhaften Aufstieg

Im zarten Alter von sechs Jahren meldeten ihn seine Eltern im Tennisclub Blau-Weiß Leimen an. Schon früh war in der damaligen Trainingsgruppe zu spüren, dass da ein ganz besonderes Talent den Weg zum Tennis gefunden hat. Mit nicht einmal zehn Jahren wurde der junge Boris in den Jugendkader des Badischen Tennisverbandes aufgenommen und fortan noch mehr gefördert. Schon 1978 ging es weiter in in der Jugend-Auswahl des DTB und 1981 – mit 13 Jahren – in der 1. Herrenmannschaft.

Bereits als Teenager begann die Verbindung Becker-Wimbledon. Als 16-Jähriger sorgte er schon 1984 für Aufsehen, als er sich bis in die dritte Runde vorspielte. Bereits zuvor war ihm in Melbourne bei den Australian Open sensationell der Einzug in das Viertelfinale gelungen. Doch was dann folgte, war eine der größten Sternstunden des deutschen Sports.

Der Sommer 1985 ging in die Sportgeschichte ein

Es begann in der letzten Juni-Woche des Sommers 1985, dass ein erst 17-Jähriger die Tenniswelt in Atem hielt. Der schüchterne Bub aus Leimen siegte. Und siegte. Und siegte. Und siegte.

Er siegte so lang, dass er am 7. Juli plötzlich im Endspiel gegen den Südafrikaner Kevin Curren stand. Auf dem heiligen Rasen, der traditionsreichsten Tennisstätte, die man sich vorstellen kann. Boris Becker machte diesen Tag zu seinem ganz persönlichen Ritterschlag. In der Zukunft nannte er den Centre Court des wichtigsten Tennisturniers nur noch „mein Wohnzimmer“.

Die Rekorde verpflichten – Becker nun für den DTB im Einsatz

Auch sonst gab es als Spieler nahezu nichts, was an Boris Becker hätte kritisiert werden dürfen. Bis heute jüngster Wimbledon-Sieger aller Zeiten, Goldmedaillengewinner gemeinsam mit Michael Stich bei Olympia 1992 im Doppel. Und der Spielplan wollte es so, dass er zwischen dem 19. Oktober und 2. November 1986 drei Turniere auf drei verschiedenen Kontinenten gewann.

1999 trat er dann vom Profisport zurück, kurze Zeit später folgte Steffi Graf mit ihrem Rücktritt. Für das deutsche Tennis bedeutete es, dass die fetten Jahre voller Titel auf einen Schlag vorbei waren. Doch Becker ohne Tennis? Das ging nie so ganz.

Für das englische Fernsehen kommentierte er Spiele, zuletzt war er für Eurosport – an der Seite von Insideout-Experte Matthias Stach – am Mikrofon aktiv. Und auch als Trainer des Serben Novak Djokovic gab es viele Titel zu bejubeln. Einziger Wermutstropfen: Die Gerüchte um seine Geldprobleme. Doch die sollen am besonderen Ehrentag des heutigen Head of Men´s Tennis des Deutschen Tennis-Bundes definitiv keine Rolle spielen.

Die Karriere von Boris Becker in Zahlen

49 Turniersiege im Einzel, 15 im Doppel

12 Wochen als Nummer eins

713:214-Siege im Einzel

Olympiagold in Barcelona 1992 im Doppel mit Michael Stich